LA Priest – Into the Sky
Text: Lars | Ressort: Musik | 27. September 2026
Als Samuel Eastgate 2004 die Indie-Elektroband Late of the Pier gründete, schrieb er parallel bereits an eigenen Songs. Die Band löste sich auf, Eastgate zog nach Grönland und kooperierte eine Zeit lang mit Connan Mockasin als Soft Hair. 2015 veröffentliche er schließlich sein erstes Soloalbum »Inji« unter dem Namen LA Priest – obwohl er eigentlich zwischenzeitlich in Wales lebt. Aber der Synthesizer-Sound, den er auch auf seinem nun vierten Album »Into the Sky« zelebriert, lässt durchaus neongetränkte Achtziger-Jahre-LA-Vibes aufkommen. Geschrieben, produziert und abgemischt hat er die aktuelle Platte gemeinsam mit seinem langjährigem Freund Alex Ridha, alias Boys Noize. Trotzdem klingt das Album weiterhin nach Bedroom-Produktion. Der introvertierte Synthpop-Sound ist geblieben und in zehn Pop-Miniaturen gegossen. Er habe dieses Album zum Tanzen gemacht, sagt Eastgate. Aber bewegen wird man sich dazu vermutlich weniger in langen Clubnächten, sondern eher auf der Afterparty im eigenen Schlafzimmer. Die Tracks sind zu quer und eigenwillig, um den Mainstream zu erobern. Geprägt ist der Sound auf seinem neuen Album vor allem durch einen Vintage-Synthesizer vom Typ Korg 800 DV, aber auch von Eastgates Eigenbau, dem »Polygene«. Das versetzt »Into the Sky« einen wunderbar eigenwilligen, experimentellen Sound, der den melancholischen Syntpop der Achtziger absorbiert und als etwas völlig Neues ausschwitzt. (Domino)


